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Fehler beim Immobilienkauf

Fehler beim Immobilienkauf
8. Oktober 2019 Fabian Fröhlich

In einem Podcast bei OMR hatte ich gehört, wie ein Unternehmer sagte:“Meine Kernkompetenz war/ist es keine Fehler zu machen“. Hier ist wahrscheinlich einiges dran. Häufig hört man, tu dies oder tu das um Erfolg zu haben, aber viel zu selten hört man, unterlass dies oder das. So ist es für den Erfolg im Gym ebenso wichtig KEINEN Scheiß zu essen, also etwas zu vermeiden, wie ins Gymnasium zu gehen und die Übungen durchzuziehen. Deshalb hier mal ein Fehler beim Immobilienkauf, den du dann hoffentlich vermeiden kannst.

So fing alles an

Es passierte bei dem Kauf der zweiten Wohnung, einer 1 Zimmerwohnung, im Jahr 2016. Hier mal ein paar Fakten zu dieser Wohnung:

  • 40qm laut Expose
  • Dachgeschosswohnung
  • 8 Parteien Haus in gutem Zustand
  • Kaufpreis 67.000€
  • Unvermietet
  • Inkl. Stellplatz

Diese Wohnung habe ich mehrmals besichtigt und auch einen befreundeten Handwerker mitgenommen um sicher zu stellen, dass die Wohnung ein guter Deal wird. Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich natürlich noch nicht dieselbe Ahnung wie ich sie heute habe. Alle hielten die Wohnung für kaufenswert.

Der Angebotspreis lag bei 72.000€, welchen ich noch auf 67.000€ drücken konnte, was dann einem Quadratmeterpreis von 1595 entsprach. Die Renditevorstellung lag, mit einer Nettojahreskaltmiete von 420€*12=5040€, bei 7,5%.

Ich ging daraufhin mit dem Objekt zu meinem Banker und dieser machte mir ein gutes Finanzierungsangebot.
Die Lichter standen somit auf grün.
So kam es dann auch, dass ich einige Wochen später beim Notar saß um den Kaufvertrag zu unterzeichnen. Es vergingen ein paar Wochen und es wurde alles rechtlich Erforderliche erledigt. Die Erwerbsvormerkung wurde eingetragen, das Grundbuch wurde geändert, der Kaufpreis gezahlt und die Schlüssel übergeben. Alsbald habe ich mich dann natürlich ans Werk gemacht und die Wohnung inseriert. Der Ansturm war überwältigend.

So weit so gut.

Der Fehler beim Immobilienkauf

Kurz nach dem Kauf fand dann auch die erste Eigentümerversammlung in dieser WEG für mich statt. Ich kam zur Tür herein und leistete meine Unterschrift, das ich an der Versammlung teilnehme. Hier sprach mich dann die Hausverwalterin an und meinte das sie das Inserat der Wohnung im Internet gesehen hätte und meinte das die angegebene Wohnfläche nicht passt und die Wohnung eigentlich nur 31qm hätte. Eine Abweichung von knapp 25%. Das konnte doch nicht wahr sein. Natürlich habe ich die Wohnung gleich vermessen und es war tatsächlich so.

Was dann?

Daraufhin habe ich natürlich gleich mit Makler telefoniert. Dieser meinte er schaut es sich nochmal an und meldet sich. Er hat sich dann natürlich nicht gemeldet.

Daraufhin habe überlebt was ich unternehmen soll. Es heißt ja gekauft wie gesehen und im Kaufvertrag war keine Wohnfläche angegeben, womit es schwer wird rechtlich etwas durchzusetzen. Zusätzlich wollte ich auch keinen Stress und dem hin und her aus dem Weg gehen. Dann habe ich aber zufällig einen Anwalt kennen gelernt und diesem den Vorfall geschildert. Dieser meinte das man hier auf jeden Fall etwas machen kann. Somit hat dieser einen Brief geschrieben, der ca. 300€ gekostet hat, und hat 15.000€ gefordert.

Die Verkäufer haben sich daraufhin gemeldet und ein Gegenangebot von 2000€ gemacht, auf welches ich auch eingegangen bin. Von dem Makler haben ich bis heute nichts gehört.

Das heißt für die Zukunft, Wohnfläche selber nachmessen, sonst sind es vielleicht irgendwann mehr als nur 2 blaue Augen mit denen man davonkommt.

Ich hoffe du konntest etwas mitnehmen und vermeidest Fehler und natürlich im speziellen diesen. Hier auch ein Video mit guten Regeln zum Immobilienkauf.
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