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OK ist besser als PERFEKT

OK ist besser als PERFEKT
20. Oktober 2017 Fabian Fröhlich

Bitte wie immer das hier Gelesene auf Dich und Deine Ziele anpassen. Nur dann kannst Du deb vollen Mehrwert aus diesem Beitrag für dich herausziehen.

Warum du es (als Anfänger) lieber OK als Perfekt machen solltest.

Um etwas zu erreichen, hast Du als Anfänger prinzipiell 3 Möglichkeiten. Vorausgesetzt natürlich, Du hast Deine Ziele definiert und weißt, wo es im Leben hingehen soll:

  • Nichts tun, was Dich Deinem Ziel näher bringt. Keine gute Idee
  • Einen Plan verfolgen der OK ist bzw. nicht übermäßig ambitioniert.
  • Einen übermäßig ambitionierten Plan, also perfekten Plan

Wenn Du nun aber neu in ein Feld einsteigen willst, empfehle ich Dir, Deine Gedanken neu zu strukturieren. Nehmen wir doch mal zwei Beispiele. Unsere Beispielsperson ist Nullacht Fünfzehn.

Beispiel 1: Die Transformation vom 0815 zum Fabian

Das Ziel von Nullacht Fünfzehn ist es, so auszusehen, wie Fabian. Als erstes Beispiel braucht er einen Plan, um so zu werden, wie Fabian. (Anmerkung: Man sollte sich zuerst die Frage stellen, ob man das wirklich als Ziel will.)

Hier die Startbedingungen:

  • Nullacht Fünfzehn hat keine Trainingserfahrung
  • Er schläft 5 Stunden pro Nacht
  • Er nimmt 2 unregelmäßige Mahlzeiten am Tag zu sich
  • Diese Mahlzeiten sind meist von minderer Qualität, ohne eigenes Kochen und viel Süßigkeiten
  • Nullacht Fünfzehn ist nicht gerade für seine Disziplin bekannt
  • Er ist ein Lappen, Lauch und von äußerst schmächtiger Gestalt

Nullacht Fünfzehn, welcher ja Anfänger im Bereich Fitness ist, hat jetzt drei Möglichkeiten:

  • Er kann Fabian von der Couch aus nur auf Instagram folgen, seinen Blog lesen und hoffen, nach 2 Jahren genauso auszusehen, wie er. Wahrscheinlich kein guter Plan.
  • Hier der Plan, der OK ist und für das erste halbe Jahr gilt. Nullacht Fünfzehn muss ihn konsequent 6 Monate durchziehen:
    • 2 x die Woche für eine Stunde ins Gym (5 Sätze Liegestütze, 5 Sätze Klimmzüge, 5 Sätze Kniebeuge. Jeweils 2 Minuten Pause.)
    • Zu jeder Mahlzeit 2 x so viel Essen, wie zuvor
  • Hier jetzt der vermeintlich perfekte Plan für einen Anfänger:
    • Montag Pull Day
    • Dienstag Push Day
    • Mittwoch Beine
    • Donnerstag Pull Day
    • Freitag Push Day
    • Samstag Beine
    • Sonntag frei
  • Ernährungsplan (alles selber gemacht):
    • Morgens: Magerquark mit Haferflocken und Proteinshake
    • Mittags: Thunfisch mit Gemüse
    • Abends: Pute mit Brokkoli
    • Nach dem Training: Proteinshake und BCAAs
  • Sonstiges:
    • 8 Stunden Schlaf die Nacht
    • 1h Morgenroutine mit Meditation und Journaling
    • Keine Süßigkeiten mehr

Welchen Plan wird Nullacht Fünfzehn jetzt wahrscheinlich durchhalten? Bedenke, er wird das Ganze 5 Jahre lang machen müssen, um so auszusehen wie Fabian.

Schauen wir uns aber erst noch Beispiel Nummer 2 an.

Beispiel 2: Von der Schlafmütze zum Frühaufsteher

Startbedingungen:

  • Nullacht Fünfzehn ist nie vor 12 nachts im Bett
  • Nullacht Fünfzehn kommt nie vor 9 morgens aus dem Bett
  • Nullacht Fünfzehn ist morgens völlig am Arsch

Sein Ziel ist es jetzt, morgens früh aufzustehen und voller Energie zu sein. Auch hierfür gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten, um das zu ändern.

  • Er liest 5 Bücher du dem Thema, schaut sich 8 Webinare an und folgt Jocko Willink. Sein Wecker klingelt aber immer noch erst um 9. Kein guter Plan.
  • Er stellt sich seinen Wecker auf 6:30, steht auf und spritzt sich Wasser ins Gesicht und startet frisch in den Tag
  • 1. Hier der genaue Plan für eine 1h, Morgenroutine welche einen guten Start in den Tag verspricht:
    • Wecker klingelt um 6
    • 20 min Bewegung
    • 10 min Affirmation
    • 10 min Meditation
    • 10 min den Tag planen
    • 10 min Journal führen

Auch hier jetzt wieder die Frage, welchen Plan Nullacht Fünfzehn wohl am ehesten verfolgen würde?

Die Möglichkeit 3 verspricht natürlich erstmal zu Beginn den größten Erfolg. Sie enthält viele Ansatzpunkte, weißt eine hohe Kapazität auf und ist ausgeklügelt. Aber diese hat auch ein großes Risiko. Man wird wahrscheinlich ausbrennen, da die Belastung zu groß ist. Die meisten Leute werden 1-2 Wochen Vollgas geben. Dann wird alles zu viel und man lässt es komplett bleiben. Manche halten es auch länger durch aber auch wenn sie es 2 Monate durchhalten wird es noch nicht zu einer Verhaltensweise, die man sich sein ganzes Leben zu eigen macht.
Wenn man nun aber wie in den Möglichkeiten 2 jeweils beschrieben erstmal langsam startet, dann ist die Wahrscheinlichkeit wesentlich höher, dass Du es lange durchziehst.

Abei eine Hand voll Möglichkeiten, wie Du nicht in die Falle tappst, gleich den perfekten Plan zu wollen:

  • Hol dir das richtige Umfeld. Fange gleichzeitig mit ein paar Freunden an und commitet euch auf ein Vorgehen und Ziel
  • Überlege lange, ob Du das wirklich willst und mache eine 2-4 wöchige Testphase
  • Achte nicht so sehr auf andere; mache einfach Dein Ding.
  • Schreibe Dir einen Plan der ambitioniert, aber nicht übertrieben ambitioniert ist.
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Christian Wenzel
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Starker Artikel lieber Fabian – weiter so

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